13.02.2020 10:55 Alter: 4 days

Warum wir bunte Äcker brauchen – Auszeichnung als Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Das Projekt „Ökosystemfunktionen seltener Ackerwildkräuter“ am Lehrstuhl für Renaturierungsökologie des Wissenschaftszentrums Weihenstephan der Technischen Universität München (TUM) wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Die Auszeichnung wird an Projekte verliehen, die sich in vorbildlicher Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen.

Preisverleihung UN Dekade Biologische Vielfalt

Dr. Harald Albrecht (Projektleitung), Alina Twerski (Projektbearbeitung) und der Laudator Prof. Dr. Wolfgang Haber bei der Preisverleihung (v.l.n.r. Bild: A. Printz)

In diesem von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) fachlich und finanziell geförderten Projekt untersuchen die Forschenden der Technischen Universität München in Kooperation mit Biobauern Naturschutz GmbH und der Seidlhof Stiftung den Einfluss von seltenen Ackerwildkräutern auf verschiedene Funktionen wie Bestäubung, biologische Schädlingskontrolle, Biomasse- und Getreideproduktion, pflanzliche Artenvielfalt, Bodenfruchtbarkeit und Landschaftsästhetik.

Nach einer Begrüßung von Institutsleiter Prof. Dr. Johannes Kollmann wurde die Auszeichnung am Montag, 10. Februar 2020 von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang Haber, emeritierten Professor der TU München und Träger des Deutschen Umweltpreises an die Mitarbeiter des Projekts übergeben.

 Informationen zur UN-Dekade Biologische Vielfalt und dem Wettbewerb

Die Vereinten Nationen haben den Zeitraum von 2011 bis 2020 als UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgerufen, um dem weltweiten Rückgang der Naturvielfalt entgegenzuwirken. Ein breit verankertes Bewusstsein in unserer Gesellschaft für den großen Wert der Biodiversität ist eine wichtige Voraussetzung. Die UN-Dekade Biologische Vielfalt in Deutschland lenkt mit der Auszeichnung vorbildlicher Projekte den Blick auf den Wert der Naturvielfalt und die Chancen, die sie uns bietet. Gleichzeitig zeigen diese Modellprojekte, wie konkrete Maßnahmen zum Erhalt biologischer Vielfalt, ihrer nachhaltigen Nutzung oder der Vermittlung praktisch aussehen.

Der Begriff „biologische Vielfalt“ umfasst die Vielzahl der Tier- und Pflanzenarten sowie die Vielfalt der Mikroorganismen und Pilze. Einbezogen wird auch die genetische Vielfalt innerhalb der Arten, die sich bei Pflanzen in den verschiedenen Sorten wiederspiegelt und sich bei Tieren mit den Rassen verbindet. Aber auch die verschiedenen Lebensräume und komplexen ökologischen Wechselwirkungen sind Teil der biologischen Vielfalt. Die Biodiversität ist Voraussetzung für das Funktionieren der Ökosysteme mit ihren verschiedenen Ökosystemleistungen. Weitere Informationen finden Sie online unter www.undekade-biologischevielfalt.de.

 

Redaktion:
Susanne Neumann
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit WZW
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