22.01.2019 10:39 Alter: 86 days

Europäische Union fördert Proteomics-Forschung - Zehn Millionen Euro für den Zugang zu europäischen Proteomics-Einrichtungen

Die Europäische Union hat einem Konsortium von 18 europäischen Forschungsgruppen auf dem Gebiet der auf Massenspektrometrie basierenden Proteomik-Forschung 10 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das European Proteomics Initiative Consortium (EPIC-XS) beginnt im Januar 2019 und hat eine Laufzeit von vier Jahren. Ansprechpartner an der Technischen Universität München (TUM) ist Prof. Bernhard Küster, Inhaber der Professur für Proteomik und Bioanalytik.

Doktorandin Svenja Petzold an einem Hochdurchsatz-Massenspektrometer der Professur für Proteomik und Bioanalytik. (Bild: B. Küster / TUM)

Die Proteomik, die groß angelegte Untersuchung von Proteinen und ihrer Rolle in lebenden Zellen und Organismen, ist eine wichtige Technologie, die verwendet wird, um Einblick in die Funktion biologischer Systeme und ihre Rolle bei Gesundheit und Krankheit zu gewinnen.

Massenspektrometrie-basierte Proteomik erfordert modernste Technologie, internes technisches Know-how, nachhaltige und robuste Arbeitsabläufe, erfolgreiche und korrekte Dateninterpretation sowie Datenmanagement. Daher sind Forscher häufig auf dedizierte Proteomics-Einrichtungen angewiesen, die über die entsprechenden Technologien verfügen.

State-of-the-Art Proteomics-Technologie

Die EPIC-XS-Initiative wird Forschern helfen, indem sie ihnen Zugang zu modernster Proteomics-Infrastruktur verschafft und ihnen die Möglichkeit gibt, Forschungsvorschläge für die Nutzung der Proteomics-Technologie des Projekts einzureichen. Die Vorschläge werden einem Peer-Review-Prozess unterzogen und die besten Projekte für den Zugang zu EPIC-XS ausgewählt.

Wie das Vorgänger-Projekt, PRIME-XS, das 2015 abgeschlossen wurde wird EPIC-XS die europäische Proteomics-Community durch das Fachwissen im Bereich Proteomics unterstützen und weiter ausbauen. Zum Programm gehört die Bereitstellung von Kursen und Schulungsprogrammen mit denen neue Forschungsgruppen in modernsten Proteomics-Technologien geschult werden können.

Das EPIC-XS-Konsortium besteht aus Partnern in ganz Europa, die bereits erfolgreich nationale und internationale Forschung in ihren Institutionen durchgeführt haben. Alle Partner haben ein gemeinsames Ziel: Nachhaltige Entwicklung der Proteomik-Forschung für alle Bio-Wissenschaftlerinnen und -wissenschaftler in der Europäischen Union.

Mehr Informationen:

Zur EPIC-XS-Initiative gehören die Universität Utrecht (Koordinator), die Universität Bergen, die Universität Kopenhagen, das European Bioinformatics Institute (Cambridge), die Universität Cambridge, das Flemish Institute for Biotechnology (Gent), das Institut Pasteur (Paris), das Functional Genomics Center (Zürich), das Spanish National Cancer Research Centre (Madrid), das Centre for Genomic Regulation (Barcelona), die Königliche Technische Hochschule (Stockholm), die Universität Tartu (Estland), das Institute of Microbiology (Prag), die Eberhard-Karls-Universität Tübingen, die Technische Universität München, das Research Institute of Molecular Pathology (Wien), das European Institute of Oncology (Mailand) und die Foundation of Research and Technology Hellas (Heraklion, Kreta). Ab dem Frühjahr 2019 können Anträge auf Zugang zu den Einrichtungen unter www.epic-xs.eu eingereicht werden.

Kontakt:

 

Prof. Dr. Bernhard Küster
Technische Universität München
Lehrstuhl für Proteomik und Bioanalytik

Phone: +49 8161 71 5697
Email: kuster[at]tum.de
Web: https://proteomics.wzw.tum.de