30.11.2017 13:02 Alter: 15 days

iGEM-Wettbewerb 2017: Erfolgsserie WZW-Studierender ungebrochen

Zunehmende Antibiotika-Resistenzen sind ein Problem. Um unnötige Antibiotikagaben zu vermeiden, entwickelte ein Team von Münchner Studierenden – davon vier vom WZW – ein Testsystem, das effizient zwischen bakteriellen und viralen Infektionen unterschieden kann. Damit erzielten sie den zweiten Platz beim internationalen iGEM-Wettbewerb, der WM der Nachwuchs-Bioingenieure. Das WZW gratuliert!

Siegerpose beim iGEM-Wettbewerb in Cambridge/USA, dabei vom WZW: Milica Zivanic (vordere Reihe, 1. v.l.) sowie dahinter Teeradon Phlairaharn (1. v.l.), Christoph Neumayer (2. v.r.) und Matthias Lenz (3. v.r.). (Bild: Benedikt Dürr)

Siegerpose beim iGEM-Wettbewerb in Cambridge/USA, dabei vom WZW: Milica Zivanic (vordere Reihe, 1. v.l.) sowie dahinter Teeradon Phlairaharn (1. v.l.), Christoph Neumayer (2. v.r.) und Matthias Lenz (3. v.r.). (Bild: Benedikt Dürr)

CascAID – so ist der Name des neuen Systems, das schnell und effizient testet, ob eine Antibiotikagabe notwendig ist oder nicht. Dafür hat sich das Münchner Team des diesjährigen iGEM-Wettbewerbs, bestehend aus Studierenden von TUM und LMU, das erst vor kurzem entdeckte Protein Cas13a zunutze gemacht. Wie das neue System genau funktioniert, erklärt der Artikel "Viral oder bakteriell? Neuer Test bei Infektionen". Neben Silber in der Gesamtwertung erzielte das System weitere Auszeichnungen in den Kategorien "Best Diagnostics Project", "Best Model", "Best Applied Design", "Best Hardware" und "Best Software".

Mit ihrem Erfolg setzten das interdisziplinäre Münchner Studierendenteam aus Molekularbiologen, Biotechnologen, Biophysikern und Bioinformatikern von TUM und LMU  – darunter auch Christoph Neumayer, Milica Zivanic, Teeradon Phlairaharn und Matthias Lenz vom TUM-Wissenschaftszentrum Weihenstephan – in diesem Jahr eine einzigartige Siegesserie beim iGEM-Wettbewerb (The International Genetically Engineered Machine Competition) fort: Das große Finale diese akademischen WM auf dem Gebiet der synthetischen Biologie findet jedes Jahr in Boston / USA statt. Bereits seit 2010 sind TUM-Studierende jedes Mal, wenn Sie daran teilnehmen, sehr erfolgreich und räumen mindestens eine Auszeichnung ab. In der Regel stellen sie gemischte Teams mit der LMU zusammen, München gilt wegen der Erfolgsserie auch als "iGEM-Hochburg".