06.04.2017 23:19 Alter: 133 days

Neue DFG-Forschergruppe für das WZW

Die Technische Universität München (TUM) partizipiert erfolgreich an einer neuen Forschergruppe in den molekularen und digitalen Lebenswissenschaften. Prof. Kay Schneitz, Extraordinarius für Entwicklungsbiologie der Pflanzen am TUM-Wissenschaftszentrum Weihenstephan, übernimmt die Vize-Sprecherfunktion beim von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für drei Jahre mit knapp 2,8 Millionen Euro geförderten Forschungsverbund „Morphodynamik der Pflanzen“ (FOR 2581). Aktuell hat der Senat der DFG in seiner Frühjahrssitzung vier Forschergruppen und zwei Kolleg-Forschergruppen bewilligt.

Prof. Kay Schneitz, Extraordinarius für Entwicklungsbiologie der Pflanzen am TUM-Wissenschaftszentrum Weihenstephan (Bild: Schneitz Lab / TUM)

Prof. Kay Schneitz, Extraordinarius für Entwicklungsbiologie der Pflanzen am TUM-Wissenschaftszentrum Weihenstephan (Bild: Schneitz Lab / TUM)

Die Gruppe von Prof. Schneitz beschäftigt sich mit aktuellen Forschungsfragen zur Gestaltgebung (Morphogenese) eines Organismus mit Hilfe der Modellpflanze Arabidopsis thaliana (Ackerschmalwand). Elementare Zelleigenschaften bestimmen das Verhalten von Zellpopulationen und Organen und damit letztlich die Morphogenese. Pflanzenzellen sind immobil, da sie über Zellwände miteinander verbunden sind. In einem Zellverbund, wie zum Beispiel einer sich entwickelnden Blüte, muss ihr Verhalten daher zwangsläufig einer ständigen Koordination unterliegen. Dieser hohe Grad an Komplexität ist ein Grund dafür, dass trotz eindrücklicher Fortschritte die Kontrollmechanismen der pflanzlichen Morphogenese noch nicht umfassend verstanden sind.

In der von der DFG geförderten Forschergruppe „Morphodynamik der Pflanzen“ (FOR 2581) widmen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der pflanzlichen Zell- und Entwicklungsgenetik, der Computerwissenschaft und der Physik unter Verwendung fortschrittlichster bildgebender Verfahren und computer-gestützter Modellierung gemeinsam dieser Problematik, um ein ganzheitliches und quantitatives Verständnis der Gewebemorphogenese zu erlangen.

Zu den Forschungsschwerpunkten von Prof. Schneitz gehört unter anderem das Zusammenspiel zwischen der Zellwand und der interzellulären Kommunikation in pflanzlichem Gewebe.

 

Weitere Informationen:
DFG-Pressemitteilung "DFG fördert vier neue Forschergruppen sowie zwei Kolleg-Forschergruppen"