< 14. Wissenschaftstagung Ökolandbau
08.03.2017 14:12 Alter: 18 days

Mit Buchen und Douglasien dem Klimawandel trotzen

Der Klimawandel stellt die mehr als 700.000 Waldbesitzer Bayerns vor die entscheidende Frage: Welche Wälder werden in Zukunft den ökologischen und ökonomischen Herausforderungen am besten gerecht? Dass das auf passenden Standorten auch Mischwälder aus Buchen und Douglasien sein können, zeigen jetzt zwei Forschungsprojekte der Technischen Universität München (TUM).


Projektbearbeiter Dr. Eric Thurm (bislang TUM-Lehrstuhl für Waldwachstumskunde, heute an der LWF tätig) erläutert im Forst von Walkertshofen / Lkr. Augsburg Forstminister Brunner die Ergebnisse. (Bild: Leonhard Steinacker / TUM)

Projektbearbeiter Eric Thurm (bislang TUM-Lehrstuhl für Waldwachstumskunde, heute an der LWF tätig) erläutert im Wald von Walkertshofen / Lkr. Augsburg Forstminister Brunner die Ergebnisse. (Bild: Leonhard Steinacker / TUM)

Buchen-Douglasien-Mischwälder punkten gleich doppelt: Sie sind nicht nur stabiler, strukturreicher und widerstandsfähiger als die jeweiligen Reinbestände, sondern überzeugen sogar noch durch höheren Holzzuwachs. Diese Ergebnisse sind zwei TUM-Forschungsprojekten zu verdanken, die an den Lehrstühlen für Waldwachstumskunde und für Bodenkunde des Wissenschaftszentrums Weihenstephan bearbeitet worden sind. Das bayerische Forstministerium hat hierfür 300.000 Euro bereitgestellt.

„Die Zukunft der bayerischen Wälder liegt in einer gesunden Mischung klimatoleranter, risikoarmer und wirtschaftlicher Laub- und Nadelbäume“, so Forstminister Helmut Brunner bei der Vorstellung der Ergebnisse. Dabei komme neben heimischen Hölzern wie Buche, Eiche und Tanne auch der Douglasie eine wachsende Bedeutung zu. Schließlich seien es gerade Nadelbäume wie Fichte und Kiefer, die in vielen Regionen Bayerns zunehmend unter Trockenheit und Schädlingsbefall leiden.

Über Anbauerfahrung mit der Douglasie verfügt Bayern schon seit mehr als 100 Jahren. Für den aus Nordamerika stammenden Baum sprechen seine Hitze- und Trockenheitstoleranz, seine Stabilität bei Stürmen, seine hohen Wuchsleistungen und sein wertvolles Holz. Die Douglasie wächst in Bayern derzeit auf knapp 20.000 Hektar, das ist etwa ein Prozent der Waldfläche.